Ein Gesamtkunstwerk

…ein ausgesprochen sympathisches noch dazu! Es ist ein Tag, an dem man den Nordfriesen-Nerz nicht ablegen kann, und wir sind auf der Suche nach einer beeindruckenden Persönlichkeit. Aber woher nehmen, ohne zu stehlen? Wir entscheiden uns, nach Friedrichstadt zu fahren, in die „Stadt der Toleranz“, geprägt durch die beiden Flüsse Eider und Treene. Auch wenn der Himmel seine Schleusen nicht öffnet, gibt es dort viel Wasser und viele Boote. Ein bisschen haben wir den Eindruck, in Holland zu sein. Wunderschön ist es dort.

Die große Herausforderung

Schon mal Krabben gepult? Diese Frage sollten wir an diesem Abend wahrlich noch oft hören – von waschechten Nordfriesen. „Nein,“ lautet unsere Antwort. Als wir aber mehr zufällig als bewusst erfahren, dass im Amsinck-Haus in lustiger Runde Krabben gepult werden sollen, stürzen wir uns wagemutig in das Abenteuer. Was kann schon passieren – außer dass wir uns hungrig pulen? Die vier Organisatorinnen des Abends Femke, Anke, Kerstin und Imke haben uns jedenfalls freundlich begrüßt.

Drei Familienmitglieder – eine Vision

Wir schlendern durch Lübeck – wieder einmal auf der Suche nach etwas Besonderem. Lange müssen wir nicht suchen. Mitten auf dem Rathausmarkt bleibt unser Blick an einem Truck hängen. Die Brotupie prangt in großen Lettern von der Seitenwand. Davor schneidet Johanna Philippi Brot in kleine Würfel, und ihre Stimme ist unüberhörbar, wenn sie Passanten dazu animiert, zu probieren. Hinter der Familien-GmbH stehen Felix, der ältere Sohn, Paul, der jüngere Sohn und eben ihre Mutter Johanna, drei kreative Köpfe.

Kuchenfeuer

Kuchenfeuer? Was ist das denn bitteschön? Diese Frage hört Christiane Mrozek tagtäglich mehrfach – hauptsächlich von Radlern, die den Ostsee-Radweg entlang
rollen. Etwa 200 m vor ihrer mobilen Kuchenstation weist eine Tafel auf ihr einmaliges Angebot hin. „Eine solche Kuchenstation gibt es in dieser Form sonst nirgends“, zeigt sie sich überzeugt. Tatsächlich ist die Idee genial und das ganze – Drumherum Marke Eigenbau. „Die Baugenehmigung für unser Kuchenmobil ist gefühlt 5 cm dick“, berichtet die Hobbybäckerin. Viele Vorgaben mussten eingehalten werden.

Kreativer Kopf aus der Pfalz

Hauptsache süß! Pralinen von traditionell bis zu absolut außergewöhnlich!
Markus Koppenhöfer zaubert mit erlesenen Zutaten Gaumenfreuden in Hülle und Fülle, und er macht nicht Halt vor Kreationen, die manche gar nicht mit Pralinen in Verbindung bringen. Oder hat jemand schon einmal eine Spargel-Praline probiert oder Saumagen-Trüffel oder eine Praline mit Karamell und Grüntee? Klingt exotisch, gibt es aber tatsächlich. Dabei sagt Markus Koppenhöfer von sich, er sei mehr der traditionelle Typ.

Zitrone des Nordens

Wie bitte? Zitronen aus dem hohen Norden? Dass ich nicht lache! Andererseits…der Klimawandel…sollte der etwa…? Aber nein! Die Zitrone des Nordens hat ein anderes Gesicht als das, was wir gemeinhin unter Zitronen verstehen. Sie ist nicht faustgroß und richtig gelb, sondern höchstens so groß wie eine Fingerkuppe und orangefarben. Natürlich heißt die Frucht auch nicht Zitrone sondern SANDDORN. Auf unserer Tour an der Ostsee entlang, von der polnischen Grenze bis Wismar, steht auf den Getränkekarten immer mal wieder der Sanddornsaft, manchmal auch heißer Sanddorn.

Vertrauen, Qualität und Können

Wir erfahren von der Ostseemühle in Langenhanshagen und wissen sofort: Da müssen wir hin. Allerdings hatten wir keinen blassen Schimmer, was uns dort erwarten würde. Um es kurz zu machen: Der Begriff „Ostseemühle“ drückt nicht annähernd das aus, was Geschäftsführerin Sabine Zaepernick uns zeigt: ein riesiges Gelände mit mehreren Gebäuden, die an die 9000 Artikel beherbergen. Lauter Dinge mit Lebensmitteln, wobei unter Lebensmittel nicht nur Nahrungsmittel zu verstehen sind. Lebensmittel bedeutet für die ausgebildete Damenschneiderin alles, was das Leben angenehm macht und den Menschen gut tut.

Ferienhotel Mühlleithen

Noch gar nie haben wir über eine Unterkunft berichtet. Diesmal ist das anders, denn im Ferienhotel Mühlleithen fühlen wir uns von der 1. Sekunde an allerbestens betreut. Kaum öffnen wir die Tür, saust uns die Rezeptionistin entgegen und hilft uns mit dem Gepäck. Später stellt sich heraus, sie ist die Chefin, Tina Goldhahn. Sofort entspinnt sich ein herzliches Gespräch und wir erzählen ihr von unserer Mission, von der Deutschland-Umrundung und warum wir diese spezielle Reise nun schon zum zweiten Mal unternehmen.