Spitzenmässig

Spitzenmässig ist nicht nur das Handwerk, sondern auch der charismatische und sympathische Firmenchef der Stickerei Vogel aus Muldenhammer im Vogtland. Als wir ihn „überfallen“ hätte er eigentlich etwas anderes zu tun gehabt als sich auf unsere Mission einzulassen. Er lässt sich jedoch überzeugen und zeigt uns seinen Betrieb, in der die berühmte und wertvolle Plauener Spitze gefertigt wird. „Ich bin die 5. Generation“, erzählt er uns nicht ohne Stolz, „unsere Familie hat schon immer gestickt, und da, wo wir gerade stehen, hat einst alles begonnen.

Saiten für die ganze Welt

„Hilfe! Überfall!“ wird sich Sebastian Renz gedacht haben, als wir ohne Vorankündigung durch die Haustür marschiert sind und an der Bürotür angeklopft haben. Es gab nämlich keine Klingel, oder wir haben sie übersehen. Jedenfalls öffnet ein äußerst sympathischer junger Mann, einer der beiden Geschäftsführer der Saitenmanufaktur Lenzner. Wir verklickern ihm unsere Mission, bitten darum, eine Reportage über ihn und sein kleines, aber feines Unternehmen machen zu dürfen.

Ferienhotel Mühlleithen

Noch gar nie haben wir über eine Unterkunft berichtet. Diesmal ist das anders, denn im Ferienhotel Mühlleithen fühlen wir uns von der 1. Sekunde an allerbestens betreut. Kaum öffnen wir die Tür, saust uns die Rezeptionistin entgegen und hilft uns mit dem Gepäck. Später stellt sich heraus, sie ist die Chefin, Tina Goldhahn. Sofort entspinnt sich ein herzliches Gespräch und wir erzählen ihr von unserer Mission, von der Deutschland-Umrundung und warum wir diese spezielle Reise nun schon zum zweiten Mal unternehmen.

Mundharmonikas aus Klingenthal

Das Vogtland gilt als „Musikwinkel“ Deutschlands. Soweit, so gut, das war uns klar. Auch dass die Stadt Klingenthal die Stadt der Harmonika ist. Allerdings, das müssen wir gestehen, dachten wir bei Harmonika zuallererst an die HANDharmonika, weniger an die MUNDharmonika. Dabei ist dieses Instrument (bei uns nennt man es ironisch auch „Schnuffelrutsch“) DAS Aushängeschild von Klingenthal. Spätestens bei unserem Besuch bei der Firma Seydel wird uns die ganze Tragweite klar.

„Blümeln“ in Sebnitz

Das ist das Schöne an unserer Reise. Tagtäglich werden wir ein wenig schlauer, weil wir Dinge erfahren, die neu für uns sind. Vielleicht war es auch eine Bildungslücke, wenn wir bisher nicht wussten, was eine „Blümlerin“ ist. Dabei war das lange Zeit ein Ausbildungsberuf in Sachsen, an der Grenze zu Böhmen.