Ganz am Rand und doch mittendrin
Wie kann das sein? Ganz einfach: Wir sind in der Oberlausitz direkt an der tschechischen Grenze und damit am östlichsten Rand Deutschlands, aber mittendrin in Europa. Ohne unsere Mission „Merkels Grenzerfahrungen“ wären wir wahrscheinlich nie hierher gekommen, und das wäre bedauerlich gewesen, denn die Gegend ist ein Wandergebiet par excellence. Den Feiertag „Christi Himmelfahrt“, der hier in Sachsen „Herrentag“ heißt, haben wir genutzt für eigene Grenzerfahrungen. Wettertechnisch, konditionstechnisch, streckentechnisch war alles dabei. Regen, Wind, Sonne, matschige Wegabschnitte, steile Auf- und Abstiege. Nichts, was es nicht gibt im Naturpark Zittauer Gebirge.
Bevor es in die Pampa ging, haben wir uns die für diesen Landstrich typischen Umgebindehäuser“ angesehen. Ich versuche, es mit meinen Worten zu erklären. Da ist die Wohnstube im Erdgeschoss. Die wird mit hölzernen Bögen ummantelt. Dieser hölzerne Umbau trägt das Dach bzw. auch das Obergeschoss. Die allermeisten Häuser in der Region sind so gebaut und auf den ersten Blick zu erkennen.
Auf unserer ca. 11 km langen Wanderung haben wir dann die Natur genossen: Buchenwälder (ein ganz anderes Bild von einem Wald, wenn man wie wir aus dem Schwarzwald kommt), weite Wiesen, sattes Grün, und Berge soweit das Auge reicht. Eine schier unendliche Landschaft mit Blick weit nach Tschechien hinein. Ein klein bisschen Nachhilfeunterricht in Tschechisch gab es auch. „Oack ne jechn“ bedeutet: Immer mit der Ruhe. „Nur ned hudle“ würde der Schwabe sagen. Von Eile waren wir sowieso weit entfernt, denn der Weg auf den höchsten Berg (der oder die) „Lausche“ mit knapp 800 Metern war anstrengend.
Eine kurze Rast in einer Baude, was soviel bedeutet wie Ausflugsgaststätte oder Herberge musste schon sein. Alles in allem eine grandiose Tour mit vielen Einblicken in eine Region, die wir dank unserer Spendenreise kennengelernt haben.
Jetzt gibt es nur ein Problem: Umgebindehäuser und Natur spenden nichts. Aber vielleicht möchte ja der ein oder andere einen Obolus locker machen für unsere kostenlose Lektüre, die wir seit einiger Zeit frei Haus liefern. Wir wären dafür dankbar, und zahlreiche krebskranke Kinder würden von einer Spende profitieren.
LESEN – SICH FREUEN – SPENDEN – DANKE !
