De Buddelschipper Heide e.V.

In Tönning ist Hafenfest. Wir sind mittendrin, wie immer auf der Suche nach einer Geschichte. Da dringt plötzlich Musik an unsere Ohren – Gesang, von einigen Instrumenten begleitet. Nach so vielen Reportagen mit Natur und Kulinarik wollen wir endlich einmal die Kultur ins Rampenlicht befördern. Im Historischen Packhaus von Tönning singen und musizieren „De Buddelschipper aus Heide“, ein Shantychor, der nicht nur im Norden wohl bekannt ist. Auch aus Rundfunk und Fernsehen kennt man die Stimmgewalt des Chores. Tonträger gibt es auch vom Shanty-Chor aus Heide.

Ein Gesamtkunstwerk

…ein ausgesprochen sympathisches noch dazu! Es ist ein Tag, an dem man den Nordfriesen-Nerz nicht ablegen kann, und wir sind auf der Suche nach einer beeindruckenden Persönlichkeit. Aber woher nehmen, ohne zu stehlen? Wir entscheiden uns, nach Friedrichstadt zu fahren, in die „Stadt der Toleranz“, geprägt durch die beiden Flüsse Eider und Treene. Auch wenn der Himmel seine Schleusen nicht öffnet, gibt es dort viel Wasser und viele Boote. Ein bisschen haben wir den Eindruck, in Holland zu sein. Wunderschön ist es dort.

Audienz bei den Lamm-Majestäten

Bei uns im Südwesten Deutschlands kennt man die Wein- oder Zwetschgenkönigin.
Aber mal im Ernst – hat schon mal jemand von einer LAMM-Hoheit gehört? Die wiederum findet man in Nordfriesland! Liegt ja irgendwie auf der Hand. Während bei uns die Landschaft von Reben und Streuobstwiesen gekennzeichnet ist, prägen im hohen Norden die Schafe das Landschaftsbild. Deshalb ist es nur logisch, dass in dem Landstrich unweit der Nordseeküste LAMM-Hoheiten gekürt werden. Um genau zu sein, gibt es eine Lammkönigin – das ist Sarah Thomsen – und eine Lammprinzessin, Nele Thomsen, ihre Schwester. Lammhoheiten im Doppelpack aus einer Familie.

Vom Rheingraben in die Wattwerkstatt

Süddeutschland oder Nordseestrand? Diese Fragen hat sich Nico(las) Ulbrich so wahrscheinlich nie gestellt. Dass er im hohen Norden gelandet ist, weitab der Zivilisation mitten auf der Hamburger Hallig lebt, macht ihn trotzdem oder gerade deshalb sehr glücklich. Fernab der Zivilisation ist vielleicht ein bisschen zu dick aufgetragen, denn das Restaurant auf der Hamburger Hallig liegt direkt neben seiner Wattwerkstatt, und dorthin pilgern die Leute bei gutem Wetter in Strömen.

Charmanter Zufallsfund

Das Schönste an unserer Spendenreise sind spontane Begegnungen mit wildfremden Menschen. Wenn die auch noch dazu führen, dass aus den wildfremden Menschen Spender werden, dann bezeichnen wir das als absoluten Glücksfall. Wir wollen zur Hamburger Hallig in der Nordsee – eigentlich. Dort, wo die „Reise“ losgehen soll, am Amsinck-Haus, steht dann aber in großen Lettern: Restaurant auf der Hamburger Hallig GESCHLOSSEN.

Zwei große Herzen schlagen für Arnis

Arnis? Arnis! Noch nie gehört? Bildungslücke! Immerhin ist Arnis die kleinste Stadt Deutschlands mit nur ungefähr 250 Einwohnern. Ein Kleinod, das sich in einer halben Stunde zu Fuß umrunden lässt. Tatsächlich sind es kaum 3 km, die dafür zurückzulegen sind. Einmal direkt am Wasser (der Schlei) entlang, ein andermal geht’s durch eine Art Dschungel mit Pflanzen, Bäumen und Kunstwerken. Da ist das Wasser nur wenige Meter entfernt. Und immer ist da der Blick auf die wunderschön erhaltenen alten Häuser.

Drei Familienmitglieder – eine Vision

Wir schlendern durch Lübeck – wieder einmal auf der Suche nach etwas Besonderem. Lange müssen wir nicht suchen. Mitten auf dem Rathausmarkt bleibt unser Blick an einem Truck hängen. Die Brotupie prangt in großen Lettern von der Seitenwand. Davor schneidet Johanna Philippi Brot in kleine Würfel, und ihre Stimme ist unüberhörbar, wenn sie Passanten dazu animiert, zu probieren. Hinter der Familien-GmbH stehen Felix, der ältere Sohn, Paul, der jüngere Sohn und eben ihre Mutter Johanna, drei kreative Köpfe.

Kuchenfeuer

Kuchenfeuer? Was ist das denn bitteschön? Diese Frage hört Christiane Mrozek tagtäglich mehrfach – hauptsächlich von Radlern, die den Ostsee-Radweg entlang
rollen. Etwa 200 m vor ihrer mobilen Kuchenstation weist eine Tafel auf ihr einmaliges Angebot hin. „Eine solche Kuchenstation gibt es in dieser Form sonst nirgends“, zeigt sie sich überzeugt. Tatsächlich ist die Idee genial und das ganze – Drumherum Marke Eigenbau. „Die Baugenehmigung für unser Kuchenmobil ist gefühlt 5 cm dick“, berichtet die Hobbybäckerin. Viele Vorgaben mussten eingehalten werden.

Das Beste für Körper und Seele

Für unsere Spontanität sind wir bekannt – auch dafür, dass wir in Urlaub fahren und erst auf den allerletzten Drücker eine Unterkunft buchen. Das war auch diesmal nicht anders. Und ehrlich: Wir hatten nicht den leisesten Schimmer, was uns erwarten würde. Zwar ahnten wir, dass das Gutshaus Stellshagen in Mecklenburg eine gute Adresse sein würde – was wir vorfanden in the middle of nowhere hat unsere Erwartungen jedoch weit übertroffen. Wiesen und Felder drum herum, die Ostsee vor der Tür und eine Ruhe wie wir sie auf dem Dorf nicht haben.

„Küchenbulle“ und Ex-Kollege

Keine Sorge: Der Begriff „Küchenbulle“ stammt nicht von uns. Vielmehr bezeichnet Burkhard Aden sich selbst genau so. Ex-Kollege nennen wir ihn, weil er über Jahre hinweg sein Büro beim SWR hatte und mitverantwortlich war für den Aufbau der Medien- und Event-Akademie in der Baden-Badener Cité. Wir treffen ihn in Niendorf/Timmendorfer Strand an der Ostsee nach einem bis dahin desillusionierenden Tag. Am Ostseestrand waren wir auf der Suche nach einer Strandkorbvermietung.