Handwerk mit Pfiff – Schuhe für die Walk-Life-Balance

„Schuhe und Wein“ – von diesem besonderen und gleichzeitig doch irgendwie seltsamen Event lesen wir in der Zeitung. Bei Schuhen werde ich hellhörig, bei Wein eher mein Göttergatte. Dass wir uns das nicht entgehen lassen können, war klar.
Also auf zum Weingut des Biowinzers Holger Dütsch in Neuweier. Während Richard die Weinkarte studiert, habe ich nur Augen für eine Auswahl besonderer Schuhe von Christoph Renner, die ebenfalls in der Weinstube ihren Platz gefunden haben.

Kreativer Kopf aus der Pfalz

Hauptsache süß! Pralinen von traditionell bis zu absolut außergewöhnlich!
Markus Koppenhöfer zaubert mit erlesenen Zutaten Gaumenfreuden in Hülle und Fülle, und er macht nicht Halt vor Kreationen, die manche gar nicht mit Pralinen in Verbindung bringen. Oder hat jemand schon einmal eine Spargel-Praline probiert oder Saumagen-Trüffel oder eine Praline mit Karamell und Grüntee? Klingt exotisch, gibt es aber tatsächlich. Dabei sagt Markus Koppenhöfer von sich, er sei mehr der traditionelle Typ.

Treue Weggefährten

Ohne sie, die treuen Weggefährten, könnten wir alle einpacken. Das weiß
jeder. Auch wir wissen das: Unser Projekt „Merkels Grenzerfahrungen“ wäre ohne treue Unterstützer viel schwieriger umzusetzen. Umso mehr freuen wir uns über ein echtes Déjà-vu. Was wir am 21. Juni erleben dürfen, war schon einmal da, denn das Polizeimusikkorps Karlsruhe (PMK), das größte Polizeiorchester Deutschlands, spielt wieder für krebskranke Kinder.

Pferdemann

„Ein Leben ohne Pferd ist möglich, aber sinnlos!“ Dieser Spruch stammt zwar nicht direkt von Lothar Preuß, sondern wir legen ihn ihm in den Mund. Spätestens nach Veröffentlichung unserer Reportage wird er den Spruch nutzen – da sind wir uns ganz sicher. Leider treffen wir den begeisterten Wander-, Distanz-, Berg- und Flachlandreiter ohne seinen vierbeinigen Freund Pitu. Das ist schade, aber den Umständen geschuldet. Lothar Preuß kommt aus der Nähe von Rostock, wir kommen gerade zurück aus dem Zittau-Gebirge – unser Treffen findet in Speyer statt.

Zu Gast beim „Dreamteam“

Wenn uns heute morgen jemand gesagt hätte, wo wir heute noch landen werden – wir hätten es nicht geglaubt! Welch ein Tag! Am Vormittag Zittau, da sollte man gewesen sein, denn wer weiß, wann wir wieder- kommen? Dass wir wiederkommen, ist klar, und wo wir dann übernachten werden, steht auch schon fest. Aber der Reihe nach: Am Nachmittag – Frontalangriff auf die Touristinfo in Grossschönau-Waltersdorf. Wir verklickern der sehr netten Dame, dass wir gerne jemanden in einem Umgebindehaus besuchen würden.

Ein Mann – ein Wort

Schon auf unserer letzten Tour an der tschechischen Grenze entlang hatten wir Kontakt mit Paulus Mehler von Deutschlands ältester Tuchfabrik in Tirschenreuth – schon damals hat er uns zugesagt, das Projekt „Merkels Grenzerfahrungen“ zu unterstützen. Heute war es soweit. Zwei ganze Stunden hat er sich Zeit genommen, um uns den Betrieb zu zeigen. Von der Rohwolle bis zu fertigen Tuchen – Spinnerei, Weberei, Färberei, Qualitätskontrolle, Versand – alles liegt quasi in einer Hand bzw. in den Händen der Mitarbeitenden.

Zwei Herzensmenschen

Wir sind in Waldsassen in der Oberpfalz, nahe der tschechischen Grenze. Unser auserwählter Interviewpartner ist nicht zu Hause. Er wusste allerdings auch nichts von unserem Besuch. Zu allem Überfluss rinnt dann auch noch der Regen in Strömen vom Himmel. Lange Gesichter und die Flucht ins Hotel – gleichzeitig mit Christiane und Thomas aus Sachsen. Beide wollen in den nächsten sieben Tagen den Nurtsch-Weg laufen, 133 km, trotz schlechter Wetterprognose. Sie sind keine Schönwetter-Wanderer, sondern sie genießen jede Tour. Schnell kommen wir ins Gespräch und schnell merken wir, dass die Chemie stimmt. Wir tauschen uns aus. Christiane erzählt von ihrer Arbeit im Hospiz, und wir erzählen von „Merkels Grenzerfahrungen“.

Markus Müller geht SEINEN WEG

…schnurgerade durch Deutschland, von Nord nach Süd, von der Insel Sylt bis nach Oberstdorf: 1115 km und keinen Schritt weniger. Chapeau! Es war nicht seine erste, wohl aber die längste Tour zu Fuß. Eine echte Herausforderung, zumal nach einem schweren Unfall im Oktober 2022. Damals konnte ihm niemand sagen, ob er jemals wieder schmerzfrei würde wandern können. Schmerzfrei war die Tour durch Deutschland dann auch nicht. Aber auch ein Zehenbruch konnte den Geschäftsmann aus Karlsruhe nicht ausbremsen. Frei nach dem Motto „Der Weg ist das Ziel“ nimmt
Markus Müller die selbst gesetzte Herausforderung an und die lange Strecke unter die Sohlen.

„Dorfbott“ mit Herz

Vielleicht fragen sich jetzt manche: Was bitteschön ist denn ein Dorfbott? Ganz einfach – ein Nachrichten-Verkünder, ein Dorfbote!  Jedenfalls ist es jemand, der das Neueste unter die Leute bringt, so wie es bis in die 1960er-Jahre war. Die Idee, zu Altbewährtem zurückzukehren, hatte Rolf Meier aus Unzhurst. Er ist so etwas wie ein Reporter von früher, ein echtes Urgestein noch dazu. Mit einigen Mitstreiter:innen trägt er alle Informationen zusammen, die für die knapp 2000 Einwohner von Bedeutung sind: Meldungen aus dem Rathaus, Wichtiges von den Vereinen oder kirchliche Nachrichten.

Zu Fuß um die ganze Republik

Wie verrückt ist das denn? Mein erster Gedanke als ich darüber gelesen habe. Ob nun verrückt oder nicht – jedenfalls ist das eine stolze Leistung von Helga Wissing aus Düsseldorf und Klaus Grommes aus Bonn. Wir verneigen uns vor dieser Leistung.
Dass wir diese beiden sympathischen Wanderer kennen lernen, daran ist Selfkant schuld, der westlichste Zipfel Deutschlands. Ich recherchiere über den Zipfelbund und finde diese wahnsinnige Geschichte.