Mundharmonikas aus Klingenthal

Das Vogtland gilt als „Musikwinkel“ Deutschlands. Soweit, so gut, das war uns klar. Auch dass die Stadt Klingenthal die Stadt der Harmonika ist. Allerdings, das müssen wir gestehen, dachten wir bei Harmonika zuallererst an die HANDharmonika, weniger an die MUNDharmonika. Dabei ist dieses Instrument (bei uns nennt man es ironisch auch „Schnuffelrutsch“) DAS Aushängeschild von Klingenthal. Spätestens bei unserem Besuch bei der Firma Seydel wird uns die ganze Tragweite klar.

Ein Leben für den Fisch

Nein, Stopp! So ganz stimmt das nicht. Franz Kühn aus Tirschenreuth lebt für die Natur. Das wiederum hat zur Folge, dass er Herr über 100 Teiche ist und wo er nur kann, sich für den Naturschutz engagiert. Die Natur liegt dem Mittsiebziger am Herzen. Er ist hineingeboren in eine Familie, die ich von jeher der Teichwirtschaft verschrieben hat. Dazu muss man wissen, dass seine Heimatstadt Tirschenreuth die Stadt der 1000 Teiche genannt wird. Aber 1000, sagt der Fischexperte und Naturschützer, 1000 Teiche, das ist tief gestapelt.

Welt der Knöpfe

Das darf durchaus wörtlich genommen werden. Dill-Buttons aus Bärnau in der Oberpfalz gibt es nämlich auf der ganzen Welt. Das Produkt „made in Germany“ erfreut sich überall großer Beliebtheit. Jeder braucht ihn, jeder hat ihn – mehrfach und in verschiedenen Farben, Größen und Formen. Ob ihm jedoch immer der gebührende Respekt gezollt wird, möchte ich bezweifeln.

Kulturgut mit Herzblut

…mit ganz viel Herzblut und Liebe zum Detail. Ohne das könnte die Glasmanufaktur „Glasscherben Köck“ in Riedlhütte im Bayerischen Wald nämlich gar nicht existieren. Was Florian und Tanja Köck von den (Schwieger-)Eltern übernommen und weiter entwickelt haben, ist ein Juwel, das es so mit Sicherheit nirgends mehr gibt. Schon auf unserer ersten Spendenreise 2022 waren wir auf der Suche nach einer Glasbläserei.

„Ensemble zur kleinen Konditorei“ in bester Spiellaune

Das hört sich an wie eine musikalisch-kulinarische Reise in die 1920-er und frühen 1930-er Jahre, aber natürlich war es weit mehr als das. Mitreißende Musik, Lieder mit kuriosen Texten: eine Reminiszenz an die damalige Zeit – dargeboten mit einer unglaublichen Musikalität, mit Spielfreude, Charme, Witz und Humor. Das Ensemble zur kleinen Konditorei vereint einfach alles, was eine erstklassige Performance ausmacht. Schon als wir die sieben Jungs zum ersten Mal erlebt haben, waren wir hin und weg. Jetzt beim zweiten Mal haben sie uns und alle Zuhörer wieder förmlich vom Hocker gerissen.

Grüezi oder Guten Tag? Enklave oder Exklave?

Die erste Frage ist schnell geklärt, denn Bürgermeisterin Vera Schraner begrüßt uns mit einem herzlichen Grüezi. Die Beantwortung der zweiten Frage hängt davon ab, aus welchem Blickwinkel man auf die Gemeinde Büsingen am Hochrhein schaut. Für die Schweiz ist Büsingen eine Enklave, nach deutscher Lesart handelt es sich um eine Exklave, denn der Ort ist vollkommen von Schweizer Staatsgebiet umschlossen.

Bernhard Rieger: Lüftl-Maler aus Garmisch

Wer jemals im bayrischen Voralpenland war, kennt die für die Gegend typischen und von Lüftl-Malern gestalteten Häuserfassaden. Vielerorts sind sie mit biblischen Szenen oder Engelmotiven verziert. Wenn Bernhard Rieger am Werk ist, entstehen aber auch ganz andere Bilder. Der begnadete Künstler hat sich das Lüftl-Malen selbst beigebracht, denn schon als Kind wusste er, dass er genau das und nichts anderes machen wollte.

Haferl-Schuhe – die besondere Note

Wir haben uns in den Kopf gesetzt, dem „Haferl“-Schuh auf den Grund zu gehen. Im Alpenraum gehört er zum perfekten Outfit. Wer etwas auf sich hält, trägt Tracht, und ja, dazu gehören Haferl-Schuhe. Nur: Wer stellt heutzutage noch Haferlschuhe her? Das herauszufinden, haben wir uns auf die Suche begeben. Und wir sind fündig geworden – bei Markus Nöß. In Pfronten/Allgäu hält er die Tradition hoch, und damit auch die Familientradition.

Eine Schwäbin in Bayern

Ich habe den lateinischen Ausdruck „Nomen est Omen“ schon einmal bemüht. Aber auch heute passt er wieder. Bettina Schwab ist nämlich gebürtige Schwäbin. Seit mehr als 20 Jahren lebt sie allerdings in Bayern – oberhalb von Ramsau schwebt sie quasi zwischen Himmel und Erde auf einer Höhe von ca. 1000 m. Die Landschaft ist traumhaft, eingebettet zwischen gigantischen Bergmassiven.