Kreativer Kopf aus der Pfalz
Hauptsache süß! Pralinen von traditionell bis zu absolut außergewöhnlich! Markus Koppenhöfer zaubert mit erlesenen Zutaten Gaumenfreuden in Hülle und Fülle, und er macht nicht Halt vor Kreationen, die manche gar nicht mit Pralinen in Verbindung bringen. Oder hat jemand schon einmal eine Spargel-Praline probiert oder Saumagen-Trüffel oder eine Praline mit Karamell und Grüntee? Klingt exotisch, gibt es aber tatsächlich. Dabei sagt Markus Koppenhöfer von sich, er sei mehr der traditionelle Typ.
Andererseits ist es ihm wichtig, das Vermächtnis seines verstorbenen Mannes René Rebmann zu bewahren. Das ist ihm ein großes Anliegen, denn ohne ihn wäre Markus Koppenhöfer nicht der, der er ist. Er stammt aus dem Schwäbischen, hat Bäcker und Konditor gelernt und schließlich den Konditormeister gemacht. René Rebmann kam aus der gehobenen Gastronomie, und die Idee für die Spargel-Praline hat sich aus einem Dessert entwickelt: Spargel, überzogen mit weißer Schokolade. Experimentieren, nicht stehen bleiben, sich weiter entwickeln – das war sein Antrieb und das, was Markus Koppenhöfer von ihm übernommen hat.
Zuerst hat er an freien Tagen seinen Mann einfach nur unterstützt – bis zu dem Tag, als die Bundesbahn schokolierte Mandeln bestellt hat, und das in Hülle und Fülle. Das war die Initialzündung für die ständige Zusammenarbeit. Innerhalb von nur drei Monaten haben die beiden 9 Tonnen Mandeln und 18 Tonnen Schokolade verarbeitet. Ein Kraftakt! „René war ein sehr pragmatischer Mensch, immer lösungsorientiert“, blickt Markus Koppenhöfer zurück. Aus dem gebürtigen Schwaben ist heute ein Pfälzer mit Leib und Seele geworden. Er lebt die Tradition, er verarbeitet regionale Produkte. Im Frühjahr zur Mandelblüte sind das Mandelpralinen, später Rosen-, Spargel-, Safran- oder Kastanienpralinen. Das der Manufaktur angegliederte Café leuchtet dann in exakt der Farbe, die gerade aktuell ist. Zur Mandelblüte – die Farbe rosa. Die gesamte Deko ist darauf abgestimmt.
Mit 30 Sorten Pralinen hat René Rebmann angefangen, Kreativität und Experimentierfreudigkeit waren jedoch unschlagbar. So wurde die Produktion für Markus Koppenhöfer zu einer ausgedehnten Spielwiese. An die 200 verschiedene Sorten Pralinen hat er wechselnd im Angebot, 70 Sorten sind immer verfügbar. Als süßer Begleiter zum Wein darf in der Pfalz ein Schokostäbchen nicht fehlen. Woher nimmt er nur all die ausgefallenen Ideen? „Das frage ich mich manchmal auch“, sagt er und zuckt mit den Schultern. Der Ehrgeiz allerdings ist geweckt, und das bedeutet die regelmäßige Teilnahme an Wettbewerben. Da verwundert es nicht, dass die Manufaktur Rebmann vier Silber- und drei Bronzemedaillen auf einmal abräumt.
Vor 12 Jahren eröffnete das kreative Duo Rebmann/Koppenhöfer zusätzlich zur Manufaktur ein Café mit einem außergewöhnlichen Angebot an Kuchen und Torten. Auch da legt Markus Koppenhöfer gelegentlich Hand an, aber er freut sich, mit Sarah Hüther eine begabte Konditorin an seiner Seite zu haben. Auch sie ist immer für neue Ideen zu haben. So geben u.a. süße Leckereien in Regenbogenfarben der Vitrine einen ganz besonderen Charme. Sie sind ein Bekenntnis für Vielfalt und gegenseitige Toleranz. Schöner als mit diesen Kreationen kann das nicht ausgedrückt werden.
Wir wünschen Markus Koppenhöfer weiterhin zündende Ideen. Möge er noch lange ein kulinarischer Botschafter der Pfalz sein! Und natürlich bedanken wir uns herzlich für seine Spende zugunsten krebskranker Kinder.
LESEN – STAUNEN – SPENDEN – DANKE!!!
