Geheimtipp „Feinkostinsel“
Es gehört zu einem Geheimtipp, dass er im Verborgenen liegt. Das trifft für die Rastatter Feinkostinsel mehr oder weniger zu, denn von außen sieht niemand, dass es sich um ein Juwel in kulinarischer Hinsicht handelt.
Es gehört zu einem Geheimtipp, dass er im Verborgenen liegt. Das trifft für die Rastatter Feinkostinsel mehr oder weniger zu, denn von außen sieht niemand, dass es sich um ein Juwel in kulinarischer Hinsicht handelt.
Eigentlich hatten wir uns vorgenommen, Unbekanntes am Wegesrand zu suchen. Diesem Prinzip sind wir treu geblieben, wenn uns nicht gerade Prominente über den Weg gelaufen sind, was bisher eher selten der Fall war. In Rastatt nun treffen wir auf ein Paar, das die ganze Welt kennt, weil es sich große Verdienste im Internationalen Tanzsport erworben hat: Ralf Müller und Olga Müller-Omeltchenko.
Als im Frühjahr unser Entschluss steht, die Spendenreise zu Gunsten krebskranker Kinder in Angriff zu nehmen, haben wir klare Vorstellungen, wie alles laufen könnte.
Uns war aber auch klar, dass wir Flyer brauchen und eine ansprechende, überzeugende Homepage.
„Grenzerfahrungen“ von den Alpen bis zur Küste
Badisches Ehepaar sammelt Spenden für Krebsforschung
Susanne Lohse (epd)
Gaggenau/Stuttgart (epd). Es sollte etwas „Soziales“ sein, für das sie sich im Ruhestand einsetzen würden. Das stand für Irene und Richard Merkel schon lange fest. Das Ehepaar aus Gaggenau (Baden) sammelt Spenden für die Erforschung seltener Krebsarten bei Kindern und Jugendlichen. Rund 4.500 Kilometer hat es dazu mit dem Wohnmobil zurückgelegt.
Diese Eiszeit ist positiv besetzt. Es geht um leckere Produkte, die Veronika Larranaga-Schneider selbst kreiert und herstellt: Eis aus der Milch eigener Kühe. Die Kühe gibt’s schon lange, das Eis erst seit etwas mehr als einem Jahr. Vroni, wie sich die junge Landwirtin aus Renchen nennt, liebt die Tiere, kennt jede Kuh, jedes Kalb mit Vor- und mit Nachnamen.
Wer die Schreibweise der Überschrift genau betrachtet, wird schnell begreifen, dass die Örtlichkeit, die da beschrieben wird, nichts mit einer Kuh zu tun. Das „Ku“ steht für Kunst, Kultur und Kulinarisches. Andererseits, wenn man es genau nimmt, hat die Kuh vielleicht doch ihren Anteil am „Ku“, denn die location, um die es hier geht, ist ein ehemaliger Stall.
Ich darf das so schreiben, denn wir kennen Reinhard Danner schon sehr lange. Zwar ist unser Kontakt nur sporadisch und stets zufällig, immer aber herzlich. Vor allem: Es gibt immer was zu erzählen. Als unsere Wege sich vor Kurzem nach langer Zeit mal wieder kreuzen: Zack, da war er – der Gedanke, ihn zu fragen, ob er unsere Aktion unterstützen würde.
Nein – wir haben nichts angestellt. Wir gehen auch nicht unfreiwillig, sondern völlig selbstbestimmt in das Offenburger Gebäude, das widersprüchlicher nicht sein könnte. Es geht um Arrest und Freiheit, um eingesperrt sein und Geborgenheit, um Altes und Modernes, um Gefängniszellen, die zu einem der angesagtesten Hotels geworden sind.
Schon seit wir auf der Spendenreise sind, suchen wir nach einem Weingut, das sich zu porträtieren lohnt. Wir finden es auf den letzten Kilometern der Reise im Kaiserstuhl – rein zufällig. Ursprünglich hatten wir die Idee, eine bedeutende Sektkellerei zu besuchen.
Ab sofort sind wir ohne unser mobiles Zuhause unterwegs. Mit dem PKW steuern wir Bad Bellingen an, genau genommen das Landhaus Ettenbühl. Auch dort gibt es Grenzerfahrungen ohne Ende, Grenzerfahrungen ganz unterschiedlicher Natur.
Und wo wir schon den Begriff „Natur“ benutzen, können wir auch gleich darauf abheben, denn was uns im Landhaus Ettenbühl begegnet, ist ein Landschaftspark, gegliedert in 20 verschiedene Themengärten.