Tradition und Spendenfreudigkeit
Die Adventszeit ist in dem kleinen Dorf Oberweier bei Gaggenau eine besonders produktive und gesellige. Seit zehn Jahren schon organisiert Anja Braun den Lebendigen Adventskalender.
Die Adventszeit ist in dem kleinen Dorf Oberweier bei Gaggenau eine besonders produktive und gesellige. Seit zehn Jahren schon organisiert Anja Braun den Lebendigen Adventskalender.
Tschacka! Wenn Anja Schlenker-Rapke dieses Wort in den Mund nimmt –
und das tut sie sehr oft – dann wissen Ihre Sängerinnen und Sänger was die Stunde geschlagen hat. Dann ist absolute Konzentration angesagt. Die Gesangspädagogin, Sängerin und Dirigentin fördert und fordert alle, die mit ihr musizieren.
Wer den Dialekt, der in Au/Rhein gesprochen wird, nicht kennt, wird weder den einen noch den anderen Begriff verstehen. Mir gefällt das Wort Schdräffer besser als das konkurrierende Wort. Aber sei’s drum. Die Schdräffer/Streffer sind jedenfalls Kult in dem kleinen Ort, nahe der Grenze, und das schon seit 35 Jahren.
Wer die Schreibweise der Überschrift genau betrachtet, wird schnell begreifen, dass die Örtlichkeit, die da beschrieben wird, nichts mit einer Kuh zu tun. Das „Ku“ steht für Kunst, Kultur und Kulinarisches. Andererseits, wenn man es genau nimmt, hat die Kuh vielleicht doch ihren Anteil am „Ku“, denn die location, um die es hier geht, ist ein ehemaliger Stall.
Ich darf das so schreiben, denn wir kennen Reinhard Danner schon sehr lange. Zwar ist unser Kontakt nur sporadisch und stets zufällig, immer aber herzlich. Vor allem: Es gibt immer was zu erzählen. Als unsere Wege sich vor Kurzem nach langer Zeit mal wieder kreuzen: Zack, da war er – der Gedanke, ihn zu fragen, ob er unsere Aktion unterstützen würde.
Nein – wir haben nichts angestellt. Wir gehen auch nicht unfreiwillig, sondern völlig selbstbestimmt in das Offenburger Gebäude, das widersprüchlicher nicht sein könnte. Es geht um Arrest und Freiheit, um eingesperrt sein und Geborgenheit, um Altes und Modernes, um Gefängniszellen, die zu einem der angesagtesten Hotels geworden sind.
Nicht weit von Waldshut entfernt liegt Bad Säckingen, und und dort haben wir die nächste Verabredung – mit dem berühmten Trompeter, also mit dem Mann, der für die Stadt die historische Figur verkörpert. Heinz Blum heißt er, und ich konnte ihn nur mit viel Mühe ausfindig machen, weil die Tourist-Info….naja, ihr wisst schon.
Ich geb’s zu: Der Konstanzer Narrenruf ist ein bisschen aus der Zeit gefallen. Andererseits hat die fünfte Jahreszeit in Konstanz eine lange Tradition und deshalb ihren Platz in unserem Blog. Bereits im Mittelalter war die Fasnacht ein städtisches Fest, von den Zünften gepflegt. Heute sind es 74 Fasnachts-Vereinigungen, die die Tradition aufrecht erhalten.
Wir haben oberhalb des Lechfalls übernachtet mit dem Rauschen der Wassermassen im Ohr. Füssen liegt nur 10 Fuß-Minuten hinter uns, und wir beschließen, bevor wir weiter fahren, der Altstadt einen Besuch abzustatten und einen Kaffee zu trinken. Wer oder was uns dort erwartet, liegt völlig im Ungewissen.
Von Oberaudorf aus nehmen wir die Deutsche Alpenstraße. Gigantisch der Blick auf glückliche Kühe und auf die Bergmassive an der bayrisch-österreichischen Grenze entlang. Wir passieren den Sylvenstein-Stausee, zahlen Maut für eine schmale Straße, die in unsere Richtung führt und staunen über die bemalten Häuserfassaden in Mittenwald.